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[Lost Titelsong]

Kris White: Willkommen zum Offiziellen Lost Podcast. Heute setzen wir uns mit Adewale Akinnuoye-Agbaje oder "Triple-A", wie er liebevoll genannt wird, zusammen. Und ja, er wechselt Reifen. Später schalten wir zu den Produzenten Damon Lindelof und Carlton Cuse, die über "Was Kate getan hat", die nächste Folge sprechen.

[Soundtrack Musik]

Kris White: Von allen Überlebenden des Heckteils ist derzeit keiner so faszinierend wie Adewale. Adewale wurde in London, England geboren und hat sein Leben in dem Vereinigten Königreich und Nigeria verbracht. Durch seine Rolle in Congo wurde er bald berühmt und spielte in zahlreichen erfolgreichen Filmen und Fernsehserien mit, unter anderem zusammen mit unseren Harold Perrineau in Oz

[Originalton, in dem Mr. Eko Sawyer seinen Namen sagt.]

Kris White: Es ist wahr, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir die Gelegenheit bekommen, mehr über Adewales faszinierenden Charakter Mr. Eko zu erfahren. Doch das hält uns nicht davon ab, diese Woche hinter die Kulissen zu gehen und ein bisschen mehr über den Schauspieler hinter dem Mann zu erfahren, der Roosevelts Zitat "Sprich milde, aber trage einen großen Stock bei dir" wirklich verkörpert.

Adewale Akinnuoye-Agbaje: Als ich dir Rolle gelesen habe, war sie irgendwie wie für mich gemacht. Und zwar in einer seltsamen Art. Es ist wie das, was man im Leben durchmacht - Die Herausforderungen waren in diesem Charakter gegenwärtig. Er bot mir die Herausforderungen, die ich im eigenen Leben annehmen würden, versteht ihr, was ich meine? Es war eine praktische Möglichkeit, die Probleme und Bereiche meines Lebens zu bewältigen, von denen ich dachte, sie wären wichtig. Ich hab schon vorher fürs Fernsehen gearbeitet und zwar in einem ähnlichen Rahmen, wodurch man die Dinge nimmt, wie sie kommen. Abhängig davon, was für eine Art Mensch du bist. Es könnte einen belasten, wenn man ein Kontrollfreak ist oder es könnte befreiend sein, weil man es einfach so nimmt, wie es kommt. Bei mir ist es ein bisschen von beidem. Ich habe diese perfektionistische Seite und ich weiß gerne, was passiert. Gleichzeitig bekommt man Abwechslung in den Charakter, weil man nicht weiß, in welche Richtung er gehen wird und es wird einfach lebensnah und man schwimmt mit dem Strom. Es basiert alles auf dem Zusammenspiel mit den anderen Charakteren, wenn es beginnt zu wachsen und sich zu entwickeln. Meistens kann man es nicht wirklich vorhersagen oder planen, man muss es einfach geschehen lassen und man versucht, es zu verstehen. Es kann eine andauernde und positive Erfahrung sein, wenn man kein zu großer Kontrollfreak ist. [Lacht.]

[Originalton von Eko, der Ana Lucia erzählt, dass sie sich durch den Dschungel schlagen müssen.]

Kris White: Wie viele andere Cast-Neulinge hat auch Adewale nicht viele Informationen über seinen Charakter Mr. Eko bekommen. Aber das hielt ihn nicht davon ab, die Informationen zu nutzen, die er hatte.

Adewale Akinnuoye-Agbaje: Um ehrlich zu sein, sie sagten mir - Ich kann es euch nicht sagen, weil sie gesagt haben, dass sie mich feuern würden. So ist es - sie sind damit sehr pingelig. Was ich verständlich finde, aber ich finde es richtig lustig. [Lacht] Weil sie mir immer sagen "Los, mach es, aber halt den Mund." Aber alle, die mich kennen wissen, ich kann meinen Mund nicht halten. Aber nein, sie haben es mir gesagt. Die Sache daran, was sie mir gesagt haben - ist, dass es sich ändert. Was sie mir einmal sagten, als sie das Filmmaterial vom Vortag durchgesehen haben, einmal, als sie meine Leistung gesehen haben oder tatsächliche Entwicklungen mit den Charakteren, es hat sich bereits alles verändert im Vergleich zu dem, was sie mir gesagt haben. Also, ungelogen, in meinen Augen habe ich keinen Schimmer. Ich denke, es wird großartig, es war gut. Es muss einfach großartig werden.

Kris White: Natürlich waren nicht alle Gesichter des Casts neu für ihn. Adewale hat zuvor schon mit Harold Perrineau, der Michael spielt, zusammengearbeitet.

Adewale Akinnuoye-Agbaje: Es ist gut, jemanden hier zu kennen. Außerdem hat er die Lebensweise der Ostküste. Wenn man Hawaii kennt - Hawa'-I-I, wie man es ausspricht - es ist total anders. Ich habe einen großen Umzug von Europa, London hierher gemacht. Also ist es total anders. Jemanden mit deiner Lebensweise zu kennen, hilft bei der Integration. Im beruflichen Umfeld ist es auch cool. Bei Oz hatten wir nicht allzu viele Szenen, hier haben wir viel mehr. Es ist interessant - viele Dinge, die wir machen, sind nicht unbedingt zu seinem Besten. [Lacht.] Es ist ein schmaler Grat, aber wir werden es schaffen

[Originalton von Eko, der sein Schweigen bricht und Ana Lucia ermutigt.]

Kris White: Die Schichten abzuziehen, um den Charakter deutlich zu machen, mag der Job der Schauspieler sein, aber diese Schichten zu erschaffen, obliegt voll und ganz den Autoren. Wie gewöhnlich schalten wir jetzt rüber zu den Produzenten Carlton Cuse und Damon Lindelof, um herauszufinden, was sie sich beim Schreiben der aktuellen Episode "Was Kate getan hat" gedacht haben.

Carlton Cuse: Hi, ich bin Carlton Cuse.

Damon Lindelof: Und ich Damon Lindelof.

Carlton Cuse: Willkommen zu unserem Podcast, in dem wir über "Kollision" die Episode der letzten Woche und "Was Kate getan hat" die Episode dieser Woche sprechen werden.

Damon Lindelof: Ah ja, und was ein interessanter Titel für eine Episode. "Was Kate getan hat". Worum könnte sich diese Folge wohl drehen, Carlton? [Carlton lacht] Bevor wir darüber sprechen, Carlton...

Carlton Cuse: Könnte es davon handeln, was Kate getan hat?

Damon Lindelof: Das wird es tatsächlich. So viele Jahre lang haben uns die Leute gefragt "Was hat Kate getan?". Anstatt also um den heißen Brei herumzureden, haben wir uns entschieden, mit der Sache rauszukommen und es einfach zu machen.

Carlton Cuse: Wir brauchten nur knapp zwei Tage, um die Episode zu schreiben, aber eine Woche, um uns den Titel auszudenken.

Damon Lindelof: Ja, das war schwer.

Carlton Cuse: Aber lass uns mit "Kollison" anfangen, einer Folge, die hoffentlich schon viele von euch gesehen haben. Das war eine wichtige Folge für uns, in der die beiden Lager sich endlich zusammentun - die Tailies und die Überlebenden aus dem Flugzeugrumpf schließen sich am Ende zusammen. Diese wirklich wunderschöne Kameraeinstellung von Stephen Williams - der Hund, der Hund hat's mit angetan. Als Michael und Vincent wieder aufeinander treffen, das war der Moment, in dem mir persönlich die Tränen kamen.

Damon Lindelof: Die Hunde-Momente in der Serie sind klassische Tränendrücker. Wenn der Hund zum Floß schwimmt, wenn Shannon mit dem Hund zusammen ist - Vincent ist absolut Gold wert. Daran gibt es keine wenns, unds oder abers. Außer dem Aufeinandertreffen der letzten Woche und dieser großartigen Wiedervereinigung von Bernard und Rose, hat es uns das Wiedersehen von Sun und Jin wirklich angetan. Wohl einer von Carltons und meinen Lieblingsmomenten der gesamten Serie ist der Moment, in dem Eko und Locke sich das erste Mal treffen und sich hallo sagen...

Carlton Cuse: Lass es uns nachspielen.

Damon Lindelof: Möchtest du Locke sein?

Carlton Cuse: Ich werde Locke sein.

Damon Lindelof: Nein, du solltest...

Carlton Cuse: Nein, nein, du bist der bessere Eko.

Damon Lindelof: Okay ... sei du Locke.

Carlton Cuse: Dies ist wirklich eines dieser Dinge - Wir sehen uns das im wahrsten Sinne des Wortes zur rein persönlichen Unterhaltung wieder und wieder an. Dieser Moment, in dem Eko und Locke aufeinander treffen, ist eines unserer persönlichen Highlights.

Damon Lindelof: Weil wir wissen, was kommen wird. Und das ist viel.

Carlton Cuse: Da ist dieses Tropfen des Wassers hinten aus dem Tunnel zu hören.

Damon Lindelof: Locke hat den Code gerade eingegeben und es ist zu hören, wie sich die Zahlen zurück auf 108 stellen.

Carlton Cuse: Er geht in den Tunnel und sieht Eko dort stehen. Sie starren sich für eine lange Zeit gegenseitig an und dann sagt er "Hallo".

Damon Lindelof: Dann starrt Eko Locke an und sagt [Pause] "Hallo".

Carlton Cuse: Es ist einfach die bisher großartigste Sache.

Damon Lindelof: Das ist einfach gutes Schreiben. Das ist wirklich erstklassiges Schreiben.

Carlton Cuse: Ihr seht, wie viel Spaß uns unser Job macht.

Damon Lindelof: Wir sollten es aufgreifen und weitermachen. Noch einmal, großer Applaus für letzte Woche - Wir haben das Gefühl, dass Michelle einen wunderbaren Job gemacht hat und hoffentlich haben die Zuschauer jetzt ein viel besseres Verständnis davon, warum sie so hart ist, wie sie ist. Und das nicht nur aufgrund ihres Berufes, der Polizist ist, sondern auch, weil sie viele Male angeschossen wurde und das dazu führt, dass sie ihr ungeborenes Kind verliert, was zu vielen emotionalen Problemen führt, von denen wir im Verlauf der Serie hoffentlich mehr sehen werden.

Carlton Cuse: Hoffentlich verstehen die Zuschauer nach dieser Episode viel mehr über ihren Charakter und vielleicht haben wir ein klein bisschen mehr Sympathie für Ana Lucia entstehen lassen, haben sie zumindest abgerundet, haben zumindest ein paar alternative Perspektiven dazu gegeben, wer sie ist und warum sie die Person ist, die sie ist. Um auf etwas zurückzukommen, das Damon gesagt hat: Dieser Locke-Eko-Moment ist eine hervorragende Andeutung auf Dinge, die kommen werden. Im weiteren Verlauf der Serie wird die Beziehung zwischen Locke und Eko in den Mittelpunkt rücken. Die verschiedenen Standpunkte, die diese beiden Charaktere haben, sind etwas, das in den kommenden Episoden zum Tragen kommt.

Damon Lindelof: Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht wirklich etwas über Eko, außer dass er einen Stock mit sich herumträgt - der eine Bedeutung hat. Er ist ein Mann der wenigen Worte, aber diese Worte sind bezeichnend dafür, wer er ist. Seine Rückblenden werden im nächsten Jahr kommen. Dann bekommt man eine grundsätzlich Idee davon, warum er und Locke die wegweisenden, geheimnisvollen Verbindungen sind, die uns bis zum Ende der Staffel antreiben. Adewale und Terry zusammen in einer Szene, man wird diesen Mittwoch eine weitere sehen, es ist einfach fesselnd. Wenn ihr glaubt, dass unsere Nacherzählung von der "Hallo-Szene" gut war, wartet auf nächste Woche!

Carlton Cuse: Wir planen, mehrere Drehbuchseiten für euch zu schreiben. Du hast auf den Stock hingewiesen, ist das eine Andeutung, dass die Zuschauer auf den Stock achten sollten?

Damon Lindelof: Ich würde auf den Stock achten. Es hat in "Die anderen 48 Tage" begonnen, als er am Morgen, nachdem er die beiden Anderen getötet hat, den Stab aus dem Dschungel geholt hat. Wir sehen ihn darauf schreiben. Libby fragt "Was schreibt er auf den Stock?"

Carlton Cuse: Und warum?

Damon Lindelof: Und … warum?

Carlton Cuse: Ich denke, die Antworten auf diese Fragen, werden wichtige Hinweise darauf geben, wer Eko ist und was seine zukünftige Rolle in der Serie sein wird.

Damon Lindelof: Außerdem werden wir eine Folge machen, die die Rückblenden des Stocks zeigt, die ganze Sache beginnt einfach mit einer Eichel. [Lacht.]

Carlton Cuse: Genau.

Damon Lindelof: Genau.

Carlton Cuse: Fanatisch, es geht darum, dass die Eichel nicht weit vom Stamm fällt.

Damon Lindelof: Richtig, genau. Das ist wirklich ein guter Titel dafür. Aber nichts davon hat irgendetwas mit Kate zu tun. Ich denke, eines dieser Dinge...

Carlton Cuse: War das alles? Ist das alles, was wir über "Kollision" sagen werden? Gut, ich werde trotzdem noch folgendes sagen. Ich denke, dass die Beziehung zwischen Sayid und Ana Lucia auch etwas Wichtiges ist, was sich entwickelt. Offensichtlich gibt es starke Emotionen zwischen diesen beiden Charakteren. Ich denke, dass sich das alles in den folgenden Episoden in einer anderen Art, als die Leute denken könnten, fortsetzen wird.

Damon Lindelof: Sie würden möglicherweise vieles gemeinsam haben, wenn dieser "Ich hab die Frau getötet, die du liebst" Teil nicht wäre. Aber lass uns bitte eine Weile über Kate reden. Ich denke, einer der interessanten - ihr habt vermutlich Werbung für die heutige Episode gesehen und ihr denkt vermutlich "Diese hinterhältigen Leute bei ABC" oder "Diese hinterhältigen Autoren von Lost". Und dazu sagen wir "Nein, wir sind nicht hinterhältig. Wir sind genauso nicht-hinterhältig wie wir hinterhältig sind!" Aber nicht heute.

Carlton Cuse: Wir hatten das Gefühl, es wäre endlich Zeit, es zu verraten und es mag vielleicht ein paar Missverständnisse darüber geben, aber dies ist die Episode, in der verraten wird, welches Verbrechen Kate ursprünglich begangen hat, was der Grund dafür ist, dass sie vor dem US Marshal davonläuft. Dies ist die Episode, die uns zeigt, was Kate getan hat, was ihr Leben als Flüchtige eingeleitet hat.

Damon Lindelof: Und warum. Also, ich denke, eines der ...

Carlton Cuse: Gut, das "Was" wird am Anfang der Episode beantwortet.

Damon Lindelof: Sehr schnell.

Carlton Cuse: Und das "Warum" ist ein Rätsel, das im Laufe der Episode aufgedeckt wird.

Damon Lindelof: Genau. Wir denken beide, die grundlegende Kritik ist, dass die Serie ihre Rätsel nicht sofort offen legt und das muss man lernen zu verinnerlichen. Gleichzeitig ist es, wenn es an der Zeit ist, ein Rätsel aufzudecken, auch an der Zeit, zum Liebesdreick zurückzukehren. Sawyer ist zurück und Sawyer ist krank, sehr krank. Und Kate hat eine emotionale Beziehung zu Sawyer. Und da ist Jack, mit dem sie während Sawyers Abwesenheit eine Beziehung entwickelt hat. Also, angesichts dieser...

Carlton Cuse: Und sie hat nicht erwartet, dass Sawyer zurückkehren wird.

Damon Lindelof: Richtig. Genau. Oder sie hat erwartet, gerettet zu werden. Mit Ausnahme der Tatsache, das Sun die Flasche gefunden hat, wodurch sie ziemlich pessimistisch wurden. Bei Sawyers Rückkehr überkommt Kate eine Emotionsflut. Es ergibt sich in der heutigen Episode. Wir drehten uns um und sagten "Wir wissen jetzt..."

Carlton Cuse: Es ist eher eine Sturzflut von Emotionen.

Damon Lindelof: Sturmflut. Ja Ein Gewitter?

Carlton Cuse: Ein Gewitter? Ja, es könnte ein Gewitter gewesen sein.

Damon Lindelof: Wie dem auch sei, jetzt ist Zeit zu sagen "Die Zuschauer müssen es wissen."

Carlton Cuse: [Unterbricht Damon ] Oh, Entschuldigung.

Damon Lindelof: Ein Tsunami von Emotionen. Die Zuschauer müssen es wissen.

Carlton Cuse: Eine Zyklonenwelle von Emotionen. Entschuldigung, Entschuldigung.

Damon Lindelof: Na bitte. Gut, das ist in vieler Hinsicht das gleiche wie ein Tsunami. [Lacht.]

Carlton Cuse: Nein! Ein Zyklon ist wie ein Hurrikan auf der südlichen Halbkugel.

Damon Lindelof: Sie sind auf der südlichen Halbkugel. Eine Zyklonenwelle von Emotionen. Der alternative Titel der Episode. Es ist Zeit, zu erfahren, was Kate getan hat und man wird es in ein paar Tagen herausfinden.

Carlton Cuse: Evangeline, ich denke, sie war nie besser als in dieser Episode. Sie ist richtig, richtig, richtig gut.

Damon Lindelof: Erstaunlich gut.

Carlton Cuse: Wir haben es richtig geliebt. Wir waren mit der unglaublichen Arbeit von Paul Edwards als Regisseur der Episode richtig zufrieden. Paul ist unserer Kameraschwenker und er ist wirklich einer unserer Eckpfeiler der Crew und wir möchten ihm unter der Führung von Jack Bender, der unser Produzent in Hawaii ist und die technische Produktion der Serie betreut, einen großen Applaus geben. Die Serie wird komplett vor Ort auf Hawaii aufgenommen und sogar diese Rückblenden, die quer durch Mittelamerika stattfinden. Alles wird auf Hawaii gedreht. Sie leisten bemerkenswerte Arbeit, um Wege zu finden, Orte wie Iowa inmitten von Hawaii nachzustellen. Die andere Person, die einen Applaus verdient, ist Kevin Blank, unser Koordinator für visuelle und Spezialeffekte, der Spezialeffekte hervorzaubern kann, die man als Zuschauer nicht erkennt, etwas nach Iowa aussehen zu lassen, oder etwas nach Sydney, Australien aussehen zu lassen.

Damon Lindelof: Jean Higgins sollte als Teil des Hawaii-Trios auch einen Applaus bekommen, da sie diejenige ist, die ausrechnet, wie man alles durchführen kann. Zurück zu Paul, der bei dieser Episode Regie geführt hat, nachdem er eineinhalb Jahre die Kamera geschwenkt hat. Wir denken, dass er wundervolle Arbeit geleistet hat.

Carlton Cuse: Er ist der Eckpfeiler des "Kerls am Set", weil wir wechselnde Kameramänner haben - Michael Bonvillain und John Bartley. Sie sind in jeder anderen Episode die Kameramänner. Paul ist der Kerl, der für den bildlichen Zusammenhang in der Serie sorgt. Er ist ein wirklich pfiffiger, kreativer Künstler und wir haben ihm die Möglichkeit, sich als Regisseur auszuprobieren. Unter der Leitung von Jack hat er bei dieser Episode wirklich fantastische Arbeit geleistet und wir sind richtig glücklich darüber.

Damon Lindelof: Außerdem - das werden wir verraten - wird man in dieser Episode ein großes Stück Mythologie bekommen. Der DHARMA Orientierungsfilm, den wir in der dritten Episode der zweiten Staffel gesehen haben - es gab viele Spekulationen darüber, was er bedeutet und die Taste zu drücken und wir werden diesen Film heute wieder sehen. Gut, nicht heute, aber sobald es gesendet wird. Carlton und ich schauen es uns wirklich jeden Tag an. [Carlton lacht.] Weil wir es einfach so sehr lieben. Wie auch immer, diesen Film werden wir uns auf eine komplett neue Art ansehen. Weil die Leute, die die Insel überquert haben und ihn nicht gesehen haben - zweifellos hab Michael ihn nicht gesehen und Jin hat ihn nicht gesehen und die Überlebenden des Heckteils haben ihn auch nicht gesehen. Also werden ihre Reaktionen beim Anschauen des Films wahrscheinlich ziemlich interessant anzusehen sein.

Carlton Cuse: Ich denke, es reicht aus zu sagen das neue Informationen gesammelt werden.

Damon Lindelof: Neue Informationen werden gesammelt.

Carlton Cuse: Gesäubert.

Damon Lindelof: Lass uns ein paar Fragen beantworten, okay?

Carlton Cuse: Lass uns das machen.

Damon Lindelof: Carlton, wenn ich anfangen darf. "Niella999". Nur einer weniger als Tausend. Entschuldigung, Niella. Viel Glück damit. Fragt, "Können wir Rückblenden von irgendeinem der Gastdarsteller bei Lost, wie zum Beispiel Desmond, Rose und Danielle erwarten." Ich denke, mit Danielle ist Rousseau gemeint.

Carlton Cuse: Rousseau, ja. Wir nennen sie Rousseau.

Damon Lindelof: Das machen wir, ja. Wir reden uns nicht mit Vornamen an.

Carlton Cuse: Pardon.

Damon Lindelof: Pardonez-moi, Niella. Nuff, nuff, nuff.

Carlton Cuse: Niella. Also, du und [französischer Akzent] Danielle. [Lacht.] Ja, das ist eine extrem gute Frage. Wir denken, es wäre gut, das zu einem bestimmten Zeitpunkt zu machen. Insbesondere für Desmond. Desmond wird zurückkommen. Wir sind sehr interessiert daran, mehr über Desmond zu erfahren.

Damon Lindelof: Wohin ist er verschwunden? Warum rennt er davon, wenn er glaubt, es sei katastrophal, die Taste nicht zu drücken? Wohin würde er gehen?

Carlton Cuse: Die Welt wird auch ein paar Meilen von der Insel entfernt zerstört sein.

Damon Lindelof: Es würde für ihn nicht viel Sinn machen, davonzulaufen.

Carlton Cuse: Es sei denn, er hat einen anderen Plan.

Damon Lindelof: Was würde das für ein Plan sein?

Carlton Cuse: Hmmm. Das ist eine interessante Sache, über die man nachdenken könnte.

Damon Lindelof: So fesselnd.

Carlton Cuse: Angenommen er hatte einen anderen Plan und landet am Ende wieder im Lager.

Damon Lindelof: Wir würden wissen wollen, was das für ein Plan war.

Carlton Cuse: Richtig.

Damon Lindelof: Wir würden ein paar Rückblenden sehen wollen.

Carlton Cuse: Die ganze Vorgeschichte von ihm unten in der Station, die Taste drückend.

Damon Lindelof: Und der rätselhafte Kelvin, den er erwähnt.

Carlton Cuse: Richtig. Kelvin, der der ursprüngliche Stationsmann ist.

Damon Lindelof: Das ist zumindest, was er sagt. Bei Lost weiß man ja nie.

Carlton Cuse: Ich denke, es wäre richtig cool, das zu untersuchen. Wenn ihr "Die anderen 48 Tage" mochtet, dann werdet ihr vielleicht später eine Episode sehen, in der ihr etwas von der Vergangenheit der Insel seht.

Damon Lindelof: Das wäre cool.

Carlton Cuse: Ja.

Damon Lindelof: Zum Thema Rousseau haben wir uns überlegt …

Carlton Cuse: Eine Episode komplett auf französisch zu machen.

Damon Lindelof: Ja, eine Episode komplett auf französisch zu machen. Sie redet von all diesen Unglücken, die ihr auf der Insel widerfahren sind, bevor wir auf sie getroffen sind, unter anderem von der Krankheit, die ihre Forschergruppe dahingerafft hat, dem Mord an ihrem Liebhaber Robert und am wichtigsten, vom Verlust von Montands Arm. Ich brenne darauf, diese Geschichte zu erzählen. [Lacht.]

Carlton Cuse: Genau. Gibt es irgendeine Verbindung zwischen dem Verlust von Montands Arm und der Tatsache, dass Dr. Marvin Candle eine Armprothese hat?

Damon Lindelof: Ich weiß nicht, gibt es eine? Außerdem haben wir ein Glasauge in der Pfeil-Station gefunden. Die Menschen verlieren auf der Insel einfach Körperteile.

Carlton Cuse: Genau.

Damon Lindelof: Es ist keine weit bekannte Tatsache, dass Marvin Candle eine Handprothese hat. Man muss den Film sogar ein paar Mal anschauen, also denke ich, das ist ein kleiner Schatz, den ihr gerade exklusiv mit dem Podcast heruntergeladen habt.

Carlton Cuse: Wow, das ist cool. Und ist es möglich, dass wir in einer kommenden Episode herausfinden werden, warum Marvin Candle eine Handprothese hat?

Damon Lindelof: Ich glaube, alles ist möglich, denke ich. Aber unwahrscheinlich. [Carlton lacht.] Wie auch immer, ich denke, wir sollten jetzt aufhören. Ich weiß, wir haben viel -

Carlton Cuse: Warte, ich möchte dir noch eine Frage stellen.

Damon Lindelof: Noch eine Frage.

Carlton Cuse: "Lostcasts" fragt - offensichtlich jemand, der bereits sehr am Podcast interessiert ist. Damon, "Wie sehr verändern oder beeinflussen die Spekulationen von Fans zur Serie die Handlung der Serie?"

Damon Lindelof: Wir sind sehr interessiert daran, was in den Foren passiert. Vieles davon wird uns von den Autoren heruntergeladen, weil wir zweifellos mit dem Podcast beschäftigt sind und keine Zeit haben, die Foren zu beobachten.

Carlton Cuse: Es dauert Wochen, diese Dinge zu produzieren.

Damon Lindelof: Die Wahrheit ist, ich bin selbst ein ehemaliger Foren-Junkie von anderen Serien. Die Foren sind eine Art guter Ort, um sich zu beschweren. Sehr oft - es ist sehr selten, dass Leute sagen "Ich liebe die Serie und ich werde posten, wie sehr ich die Serie liebe". Viel häufiger posten die Leute, was sie an der Serie hassen. Das kann leider schädlich sein und dir zu Kopf steigen. Du fängst an, zu denken "Sie hassen dies, sie hassen das". Das Pendant ist, stell dir vor, es gäbe eine Nachricht mit dem Betreff "Lostcasts", in dem ich praktisch alles, was du im Laufe des Tages gemacht hast, kritisieren würde. "Ich kann nicht glauben, dass du dir bei Starbucks einen Double Latte gekauft hast! Das ist idiotisch! Diese Dinge sind schlecht für dich!"

Carlton Cuse: "Du hast dich außerdem mit Kuchen vollgestopft."

Damon Lindelof: Das wird wahrscheinlich deine Kaufentscheidung am nächsten Tag verändern. Also stellen wir gerne eine Wand zwischen uns und den Foren. Es gibt ein Forum, das sich TheFuselage.com nennt, das ich häufig aufsuche. Es wurde von Fans der Serie erstellt und ist lustiger und begeistert und weniger negativ. Aber wir sind immer daran interessiert, was die Fans über die Serie denken und welche Theorien sie haben und worauf sie ansprechen. Es ist lustig, zu sehen, wie nah sie an der Wahrheit dran sind.

Carlton Cuse: Ich denke, es ist wahr. Besonders im Bezug auf die Luke. Und die Entscheidung, diesen Orientierungsfilm zu machen, war angetrieben von den vielen Fan-Reaktionen, dass wir den Zuschauern nicht genügend über die Station verraten. Also haben wir beschlossen, dass die ersten drei Episoden einen wesentlichen Anteil an Informationen über die Station beinhalten. So haben wir das Konzept eines Orientierungsfilms ausgeheckt. Anstatt einen Charakter einen Haufen Erklärungen ausspeien zu lassen, dachten wir, es wäre eine sehr viel bessere Art eine Menge Informationen rüberzubringen, die eine Menge Informationen enthalten. Und The Hanso Foundation ist eine weitere Sache, auf die ihr achten solltet.

Damon Lindelof: Das solltet ihr euch übrigens anschauen. Sie haben eine Webseite, thehansofoundation.org.

Carlton Cuse: Die sollte man besuchen. Darüber später mehr. In Ordnung, danke, Leute! Und wir sprechen euch später! Tschüss, Damon.

Damon Lindelof: Tschüss, Carlton!

[Lost Titelsong]

Kris White: Und damit enden unsere Podcasts fürs Erste. Bitte bleibt dran an lost.abc.com für Neuigkeiten über zukünftige Podcasts. Bist dann, Namaste.