FANDOM


InfoBox-64

Hinweis
Dies ist eine freie Übersetzung des Original-Transcripts und kann daher von der synchronisierten Episode abweichen




Staffel 5, Episode 12 - „Tot ist tot

Geschrieben von: Brian K. Vaughan & Elizabeth Sarnoff

Regie: Stephen Williams


RückblendeBearbeiten

[Ein Mann reitet auf einem Pferd in ein Zeltlager und betritt eines der Zelte, in dem Richard bei dem jungen Ben sitzt.]

MANN: Was hast Du getan, Richard?

RICHARD: Beruhige dich. Beruhige dich. Das hat nichts mit dir zu tun.

MANN: Es stimmt also? Du hast einen von ihnen zum Tempel gebracht?

RICHARD: Es ist bloss ein Junge. Er liegt im Sterben.

MANN: Wieso hast du ihn dann nicht sterben lassen?

RICHARD: Jacob wollte es so. Die Insel wählt, wen die Insel wählt. Das weisst du.

MANN: Ja. Ja, natürlich. Und wie ist sein Name?

[Schnitt zu dem Mann, der sich neben Ben hingesetzt hat.]

MANN: Hallo Benjamin.

BEN: Was ist passiert?

MANN: Du wurdest verletzt.

BEN: Wie?

MANN: Du erinnerst dich nicht?

BEN: Wo bin ich?

MANN: Du bist bei Freunden. Wir werden uns um dich kümmern.

BEN: Mein Dad--ist er hier?

MANN: Du wirst schon bald wieder bei ihm sein.

BEN: Nein. Nein, ich will nicht zurück.

[Ben versucht, sich aufzusetzen.]

MANN: Okay, langsam. Langsam.

BEN: Oh! Ich will nicht zurückgehen. Ich will bleiben. Ich will einer von euch sein.

MANN: Nur, weil Du bei ihnen lebst, bedeutet das nicht, dass Du nicht einer von uns sein kannst. Du solltest tot sein, Benjamin. Aber diese Insel... sie hat dein Leben gerettet.

BEN: Wer bist Du?

MANN: Ich bin Charles. Charles Widmore.

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Locke, der neben Ben sitzt, als dieser wieder zu sich kommt.]

LOCKE: Ben. Hallo Ben. Willkommen zurück im Reich der Lebenden.

BEN: Mein Gott. Du lebst.

LOCKE: Ja, das tue ich.

BEN: Ich wusste es. Ich wusste, dass das passieren würde.

LOCKE: Warum bist Du dann so überrascht, mich zu sehen?

BEN: Weil es eine Sache ist, daran zu glauben, John. Es ist eine andere Sache, es zu sehen.

LOCKE: Warum hast Du dann versucht, zur Hauptinsel zu fliehen?

BEN: Ich habe die Regeln gebrochen, John. Ich bin auf die Insel zurückgekehrt. Ich wollte für das, was ich getan habe, Rechenschaft ablegen. Ich wollte zurückgehen... um gerichtet zu werden.

LOCKE: Gerichtet? Von wem?

BEN: Nun, John, wir haben keinen richtigen Begriff dafür, aber ich glaube, ihr nennt es das Monster.

[Schnitt zu Ben, der am nächsten Morgen am Strand ist. Ilana steht mit einigen anderen Überlebenden bei einer großen Kiste.]

BEN: Morgen.

ILANA: Hallo.

BEN: Was ist in der Kiste?

BRAM: Nur ein paar Sachen, die wir verlagern müssen.

BEN: Braucht ihr Hilfe?

BRAM: Oh, Danke. Wir schaffen das schon.

BEN: Okay. Schönen Tag noch.

CAESAR: Wie fühlst Du dich, mein Freund?

BEN: Wie jemand, der mit einem Ruder geschlagen wurde, aber ich werde es überleben.

[Caesar deutet auf Locke, der bis zu den Knöcheln im Meer steht.]

CAESAR: Was hast Du mit ihm zu tun?

BEN: Ich bin mir nicht sicher. Was hat er dir erzählt?

CAESAR: Als Du bewusstlos warst, hat er über dich gewacht. Und er gesagt, dass Du ihn getötet hast.

BEN: Ich habe ihn getötet? Wirklich? Für mich sieht er gesund aus. Weißt Du, ich erinnere mich nicht wirklich daran, ihn im Flugzeug gesehen zu haben. Du vielleicht?

CAESAR: Nein, ich auch nicht.

BEN: Was, wenn... er schon hier war, bevor wir abgestürzt sind? Wenn er denkt, dass ich ihn umgebracht habe, dann ist er verrückt. Wir könnten es hier mit einem Mann zu tun haben, der eine gefährlich Störung hat. Die Frage ist, was machen wir mit ihm?

CAESAR: Mach dir keine Sorgen, mein Freund.

[Caesar öffnet seine Tasche und zeigt Ben die abgesägte Schrotflinte, die er in dem Büro gefunden hat.]

CAESAR: Ich halte dir den Rücken frei. Caesar.

BEN: Nett dich kennenzulernen, Caesar. Ich bin Ben.

RückblendeBearbeiten

[Schnitt zu einem jüngeren Ben, der nachts mit einem jungen Mann in Strandnähe hinter einem Gebüsch hockt.]

TEENAGER: Willst Du, dass ich es mache?

BEN: Shh.

TEENAGER: Ich kann es tun, wenn Du willst, Ben.

BEN: Halt die Klappe! Und bleib hier, Ethan.

[Ben schleicht sich an ein Zelt heran und betritt es. In dem Zelt schläft die junge Rousseau und Ben richtet eine Waffe auf sie. Dabei stößt er jedoch die Spieluhr herunter, weshalb Alex, die noch ein Baby ist, aufwacht und schreit. Durch die Schreie wacht auch Rousseau auf und will nach ihrer Waffe greifen.]

BEN: Nicht! Tu es nicht.

ROUSSEAU: Du bist der, der uns infiziert hat, nicht wahr?! (auf Französisch) Du bist der, der uns infiziert hat!

[Ben nimmt Alex auf den Arm.]

ROUSSEAU (auf Französisch): Nein! Nein! Gib mir mein Baby zurück! Nein! Gib mir mein Baby zurück!

BEN: Shh! Es ist okay. Es ist okay, Baby.

ROUSSEAU: Bitte, nimm nicht meine Alex!

BEN: Willst Du, dass dein Baby am Leben bleibt?

ROUSSEAU: Warum nimmst Du sie mit?!

[Ben gibt einen Schuss in den Sand ab.]

BEN: Sei dankbar, dass Du noch am Leben bist. Jetzt hör mir zu. Wenn Du versuchst, mir zu folgen oder wenn Du mich jemals suchen solltest, werde ich dich töten. Und wenn Du willst, dass dein Kind lebt, dann wirst Du immer, wenn Du ein Flüstern hörst, in die andere Richtung laufen.

[Ben verlässt das Zelt.]

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Ben, der in seinem alten Büro am Schreibtisch sitzt und ein Foto in einer Schublade betrachtet. Locke kommt herein.]

LOCKE: Was ist das?

BEN: Nur etwas sentimentales.

LOCKE: Also das ist dein altes Büro, hm? Ich hab mir nie vorgestellt, dass Du deine Leute von hinter einem Schreibtisch aus führst. Es wirkt ein bisschen... unternehmerisch.

[Locke setzt sich auf den Schreibtischstuhl, nachdem Ben aufgestanden ist und legt seine Füße hoch.]

BEN: Willst Du etwas bestimmtes, John?

LOCKE: Nun, Ben, ich hatte gehofft, dass Du und ich über den Elefant im Raum sprechen könnten.

BEN: Ich nehme an, Du meinst den Umstand, dass ich dich getötet habe.

LOCKE: Yeah.

BEN: Es war der einzige Weg, dich und soviele wie möglich von denen, die gegangen sind, zurück zur Insel zu bringen. Du erinnerst dich, John--aus dem Grund hast Du die Insel erst verlassen, um sie überzeugen, zurückzukehren. Aber Du bist gescheitert. Und der einzige Weg, sie zusammen zu bringen, war durch deinen Tod und Du hast das verstanden. Deshalb hattest Du vor, dich selbst umzubringen, als ich dich aufgehalten habe.

LOCKE: Wenn ich nur hätte sterben müssen, Ben, warum hast Du mich dann aufgehalten?

BEN: Du hattest kritische Informationen, die mit dir gestorben wären. Und als Du sie mir erstmal gegeben hattest... Naja, ich hatte nicht die Zeit, dich dazu zu überreden, dich doch zu erhängen. Also habe ich eine Abkürzung genommen. Und sieh dich an, John. Ich hatte Recht. Du bist hier. Du bist zurück. Die anderen auch. Ich weiß noch nicht genau, wo sie sind, aber sie sind gekommen. Es hat funktioniert. And deshalb habe ich es getan, weil es im besten Interesse der Insel war.

LOCKE: Ich hatte nur auf eine Entschuldigung gehofft.

[Locke steht auf.]

LOCKE: Ich habe mich entschieden, dir zu helfen, Ben.

BEN: Wobei helfen?

LOCKE: Das zu tun, was Du vorhattest. Gerichtet werden.

BEN: Das ist nichts, was Du sehen willst, John.

LOCKE: Wenn alles, was Du getan hast, im besten Interesse der Insel war... dann bin ich mir sicher, dass das Monster es verstehen wird.

[Schnitt zu Locke und Ben, die eines der Auslegerkanus vorbereiten.]

LOCKE: Los geht's.

[Caesar und drei andere Männer tauchen auf.]

CAESAR: Hey! Was macht ihr da?

LOCKE: Wir nehmen ein Boot.

CAESAR: Wohin?

LOCKE: Rüber zur Hauptinsel.

CAESAR: Ich denke nicht, mein Freund. Sind das eure Boote?

LOCKE: Sind es deine? Caesar, richtig? Ich hatte den Eindruck, dass die hier gefunden wurden, also wollte ich eins ausleihen. Ich überlasse dir gerne das andere Boot, für den Fall, dass Du uns folgen willst.

CAESAR: Uns? (zu Ben) Gehst Du mit ihm?

BEN: Er hat mir nicht wirklich eine Wahl gelassen.

CAESAR: Es tut mir leid, aber ich habe hier das Sagen und ich sage, ihr macht gar nichts. Du wirst dich jetzt hier hin und erzählst uns, woher Du soviel über diese Insel weißt, mein Freund.

LOCKE: Du hast die Angewohnheit, Leute „Freund“ zu nennen, aber ich denke nicht, dass Du es auch so meinst.

CAESAR: Geh weg von dem Boot.

LOCKE: Nein. Ich werde nicht von dem Boot weggehen. Ich werde es nehmen und Du wirst es mich tun lassen, mein Freund.

CAESAR: Du nimmst gar nichts.

[Caesar greift in seine Tasche und will die Schrotflinte herausholen und bemerkt, dass sie weg ist.]

BEN: Suchst Du nach der hier?

[Ben offenbart, dass er die Schrotflinte an sich genommen hat. Er schießt Caesar in die Brust, sodass dieser rückwärts hinfällt, und richtet die Schrotflinte dann auf die anderen drei Männer.]

BEN: Dieser Gentleman und ich nehmen ein Boot. Hat irgendjemand ein Problem damit?

[Die drei schütteln den Kopf und gehen weg. Ben wirft Locke das Gewehr zu.]

BEN: Betrachte das als meine Entschuldigung.

[Schnitt zu Ben und Locke, die mit dem Kanu an einem Pier anlegen. Locke bemerkt, dass schon ein weiteres Kanu angebunden ist.]

BEN: Home Sweet Home.

LOCKE: Sieht so aus, als wären wir nicht die ersten, die beschlossen haben, hier anzulegen.

BEN: Das dürften dann Sun und Lapidus sein. Ich habe ihnen gezeigt, wo die Boote sind und Sun hat es mir gedankt, indem sie mir mit einem Paddel auf den Kopf geschlagen hat.

LOCKE: Oh. Ist sie diejenige, die deinen Arm verletzt hat? Ich habe bemerkt, dass Du ihn unterwegs gehalten hast.

BEN: Nein. Jemand anders hat meinen Arm verletzt.

LOCKE: Du findest auch überall wo Du hingehst Freunde, was?

BEN: Naja, ich finde manchmal können Freunde wesentlich gefährlicher sein als Feinde, John.

LOCKE: Hast Du deshalb einen unbwaffneten Mann erschossen?

BEN: Der Mann war unbewaffnet, weil ich seine Waffe gestohlen habe--die Waffe, mit der er dich töten wollte. Ich konnte das nicht zulassen.

LOCKE: Hat keinen Sinn für mich, zweimal zu sterben, was?

BEN: Gern geschehen.

LOCKE: Wir gehen zu deinem alten Haus, oder?

BEN: Ja. Es ist der einzige Ort, an dem ich es rufen kann... das Monster. Wenn es erst einmal ankommt, wird mir entweder vergeben... oder nicht.

LOCKE: Ich glaube, Du lügst.

BEN: Worüber?

LOCKE: Dass Du dafür gerichtet wirst, weil Du die Insel verlassen und die Regeln gebrochen hast, indem Du zurückgekehrt bist. Ich glaube nicht, dass dir Regeln etwas bedeuten.

BEN: Und wofür will ich dann gerichtet werden, John?

LOCKE: Dafür, dass Du deine Tochter getötet hast.

RückblendeBearbeiten

[Schnitt zu Ben, der mit Ethan und Alex im Lager der Anderen ankommt. Charles Widmore sitzt an einem Feuer und isst.]

WIDMORE: Nun? Hast Du es getan?

BEN: Wir hatten eine... Komplikation. Es tut mir leid.

WIDMORE: Ist das ein... Baby? Dein Befehl lautete, diese Frau auszulöschen.

BEN: Warum? Sie ist keine Bedrohung für uns. Sie ist verrückt, Charles. Außerdem hast Du mir nicht gesagt, dass sie ein Kind hat. Was hätte ich tun sollen?

CHARLES: Töte es.

BEN: Es ist kein „es“. Das ist ein Kind.

WIDMORE: Du findest das vielleicht schwer zu verstehen, Benjamin... jede Entscheidung, die ich getroffen habe, geschah zum Schutz dieser Insel.

BEN: Ist es Jacobs Wunsch, dass ein Baby getötet wird? Dann hier bitte. Mach Du es.

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Locke und Ben, die nachts die zerstörten Baracken erreichen.]

LOCKE: Wessen Idee war es, in diese Häuser zu ziehen?

BEN: Wie bitte?

LOCKE: Naja, deine Leute haben im Dschungel gelebt. Und dann, nachdem ihr die DHARMA-Leute ermordet habt, seid ihr hierher gezogen. Ich hab mich nur gefragt, ob es deine Idee war.

BEN: Bist Du damit nicht einverstanden, John?

LOCKE: Es scheint nur nicht etwas zu sein, was die Insel wollen würde.

BEN: Du hast nicht die geringste Ahnung davon, was die Insel will.

LOCKE: Bist Du dir sicher?

[In einem Haus hinter ihnen sind Geräusche zu hören und ein Licht geht an.]

LOCKE: Das war dein Haus, oder?

BEN: Ja, und das war das Zimmer von Alex.

LOCKE: Nun, ich schlage vor, Du gehst besser darüber und siehst dir das an.

[Ben betritt das Haus und findet Sun und Lapidus dran.]

BEN: Sun?

LAPIDUS: Was machst Du hier?

BEN: Das war früher mein Haus. Ich hab ein Licht angehen sehen. Was macht ihr zwei hier drin?

[Lapidus reicht Ben das Foto der DHARMA-Rekruten von 1977.]

SUN: Das wurde 1977 aufgenommen.

BEN: Versuchst Du mir zu sagen, dass eure Freunde in der DHARMA Initiative waren?

SUN: Du weißt nichts davon?

BEN: Natürlich nicht. Wo hast Du das her? Wer hat es dir gegeben?

LAPIDUS: Wir haben draußen einen verrückten alten Mann getroffen. Er sagte, sein Name ist Christian. Er hat uns angewiesen, reinzugehen und zu warten.

BEN: Worauf?

SUN: Er sagte, wenn ich meinen Mann jemals wiedersehen will, muss ich hier auf John Locke warten.

LAPIDUS: Aber da er tot ist, halten wir hier nicht den Atem an.

BEN: Naja, ihr solltet mal aus dem Fenster sehen.

[Sun und Lapidus schauen aus dem Fenster und sehen Locke. Schnitt zurück ins Innere des Hauses, in dem sich Locke, Ben, Sun und Frank unterhalten.]

SUN: Was Du da sagst ist... unmöglich.

LOCKE: Aber hier bin ich. Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum, aber ich bin mir sicher, dass es dafür einen guten Grund gibt.

LAPIDUS: Solange der tote Typ sagt, dass es einen Grund gibt, würde ich sagen, dass alles rosig ist. Und lasst uns vergessen, dass der Rest eurer Leute 30 Jahre in der Vergangenheit ist... Und die einzigen, die hier sind um uns zu helfen sind ein Mörder und ein Kerl, der sich anscheinend nicht daran erinnern kann, wie zum Teufel er aus einem Sarg herausgekommen ist. Sun, bitte. Lass uns einfach zurück zum Flugzeug und sehen, ob ich das Funkgerät reparieren kann. Vielleicht kann ich Hilfe holen.

LOCKE: Wenn Du mit ihm gehst, wirst Du deinen Mann nie mehr finden. Ich bin alle Hilfe, die Du brauchst.

SUN: Willst Du sagen, dass Du weißt, wie wir sie finden? Wie wir Jin finden?

LOCKE: Ich habe ein paar Ideen.

LAPIDUS: Es tut mir leid, das zu sagen, aber ich gehe mit oder ohne euch zurück.

SUN: Wenn es eine Möglichkeit gibt, meinen Mann zu finden, dann muss ich bleiben.

LAPIDUS: In Ordnung. Aber um Himmels willen, pass auf dich auf.

SUN: In Ordnung.

[Frank verlässt das Haus.]

SUN: Wie finden wir Jin?

LOCKE: Ben hat erst noch etwas zu tun. Ist doch so, nicht wahr, Ben?

BEN: Ja, John. Du hast Recht.

LOCKE: Dann fang besser damit an.

[Ben betritt den geheimen Raum und drückt einen Knopf darin, der eine weitere versteckte Tür öffnet. Er öffnet die Steintür dahinter und kriecht durch einen Tunnel zu einem Wasserloch. Ben greift in das Loch, woraufhin das Wasser allmählich abfließt.]

BEN (zu dem Loch): Ich werde draußen sein.

RückblendeBearbeiten

[Schnitt zu Ben in den Baracken. Alex, die ein paar Jahre alt ist, sitzt auf der Schaukel und Ben schubst sie an.]

ALEX: Nochmal, Daddy! NochamL!

BEN: Okay. Okay.

[Richard kommt dazu.]

RICHARD: Wow, Alex! Noch etwas höher und Du fliegst von der Insel runter. (zu Ben) Das U-Boot ist bereit zum Ablegen.

ALEX: Höher, Daddy! Höher!

BEN: In Ordnung.

RICHARD: Du musst ihn nicht verabschieden, Ben.

BEN: Doch, Richard, ich muss.

ALEX: Höher! Höher, Daddy!

[Schnitt zum U-Boot-Pier. Zwei Andere führen den mit Handschellen gefesselten Charles Widmore zum U-Boot und Ben kommt dazu.]

BEN: Charles! Ich bin gekommen um Lebwohl zu sagen.

WIDMORE: Nein, bist Du nicht. Du bist hier, um dich lustig zu machen.

BEN: Nein, verhalte dich nicht, als wenn ich das gewollt hätte. Du hast das ganz alleine zu verantworten.

WIDMORE: Bist Du sicher, dass Du das hier tun willst, Benjamin?

BEN: Du hast die Insel regelmäßig verlassen. Du hast eine Tochter mit einer Außenseiterin. Du hast die Regeln gebrochen, Charles.

WIDMORE: Und aus welchem Grund denkst Du, dass Du es verdienst, das zu nehmen, was mir gehört?

BEN: Weil ich nicht egoistisch sein werde. Weil ich alles opfern werde, um diese Insel zu beschützen.

WIDMORE: Du würdest Alex nicht opfern.

BEN: Du bist derjenige, der sie töten wollte, Charles, nicht die Insel.

WIDMORE: Ich hoffe, Du hast Recht, Benjamin. Weil wenn das nicht der Fall ist und die Insel sie tot haben will, wird sie tot sein. Und eines Tages wirst Du sein, wo ich jetzt bin. Du wirst derjenige sein, der verbannt wird und dann dann wirst Du endgültig realisieren, dass Du das Unausweichliche nicht bekämpfen kannst. Wir sehen uns, Junge.

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Sun, die nachts auf der Terasse sitzt. Ben verlässt das Haus.]

BEN: Wo ist John hingegangen?

SUN: Er sagte, dass er etwas zu tun hat.

BEN: Hat er gesagt, was es war?

SUN: Nein, ich habe nicht gefragt. Jack muss gelogen haben.

BEN: Wie bitte?

SUN: Wegen Lockes Tod. Ich weiß nicht, warum er es getan hat, aber das ist die einzige Erklärung.

BEN: Jack hat nicht gelogen. John war tot.

SUN: Nur weil er in einem Sarg gelegen hat, bedeutet das nicht, dass er seinen Tod nicht nur vorgetäu--

BEN: Vertrau mir. Ich bin mir sicher.

SUN: Du wusstest also dass das mit Locke passiert, wenn wir ihn hierher zurückbringen?

BEN: Ich hatte keine Ahnung was passieren würde. Ich habe die Insel Wunder vollbringen sehen, ich habe gesehen wie sie Kranke heilt, aber so etwas hat sie noch nie zuvor getan. Tot ist tot, davon erholt man sich nicht wieder, nicht mal hier. Und die Tatsache, dass John Locke über diese Insel wandert, ängstigt mich unvorstellbar.

[Aus dem Dschungel kommen Geräusche.]

BEN: Du gehst lieber rein.

SUN: Warum?

BEN: Das was jetzt aus dem Dschungel kommen wird, hab ich nicht unter Kontrolle.

[Locke kommt aus dem Dschungel.]

LOCKE: Warst Du erfolgreich?

BEN: Es ist noch nicht aufgetaucht.

LOCKE: Letztes mal mussten wir nicht so lange warten.

BEN: Es ist kein Zug, John. Es hält sich nicht an einen Fahrplan.

LOCKE: Nun, wenn es nicht zu uns kommt, dann... schlage ich vor, dass wir zu ihm gehen.

BEN: So funktioniert das nicht. Ich weiß nur, wie man es ruft. Ich weiß nicht, wo es gerade ist.

LOCKE: Ich schon.

[Schnitt zu Locke, Ben und Sun, die durch den Dschungel wandern.]

LOCKE (zu Sun): Für mich ist das auch seltsam.

SUN: Wie bitte?

LOCKE: Ich merke, wie seltsam das alles ist--ich, hier. Aber ich versichere dir, Sun, ich bin der gleiche Mann, der ich immer war. Seid ihr bereit?

BEN: Zeig uns den Weg.

RückblendeBearbeiten

[Schnitt zu Ben, der an einem Hafen steht und Charles Widmore anruft.]

WIDMORE: Hallo?

BEN: Charles? Hier ist Benjamin.

WIDMORE: Woher hast Du diese Nummer?

BEN: Das spielt keine Rolle. Was eine Rolle spielt, ist, dass ich heute zur Insel zurückkehren.

WIDMORE: Die Insel wird dich nicht zurückkommen lassen, glaub mir. Ich hab' 20 Jahre lang versucht, zurückzukehren.

BEN: Nun, Charles, wo Du versagt hast, werde ich erfolgreich sein... gleich nachdem ich eine Sache erledigt habe.

WIDMORE: Und zwar was, Benjamin?

BEN: Deine Tochter töten. Um genau zu sehen, sehe ich „unseren gemeinsamen Freund“ jetzt gerade.

WIDMORE: Ich weiß nicht, wovon Du redest.

BEN: Das ist der Name von dem Boot, auf dem Penny ist.

WIDMORE: Wag es nicht.

BEN: Auf wiederhören, Charles.

[Ben legt auf.]

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Ben, Locke und Sun im Dschungel.]

BEN: Darf ich dir eine Frage stellen, John?

LOCKE: Schieß los.

BEN: Wie kommt es, dass Du weißt, wo wir hingehen?

LOCKE: Ich weiß es einfach.

BEN: Ich meine, wie funktioniert das genau?

LOCKE: Wie funktioniert was?

BEN: Das Wissen. Ich meine, ist es nach und nach gekommen oder bist Du eines Morgens aufgewacht und hast plötzlich die Geheimnisse des Universums verstanden?

LOCKE: Dir gefällt das nicht, oder?

BEN: Was?

LOCKE: Fragen zu stellen, deren Antwort Du nicht kennst. Jemandem blind zu folgen, in der Hoffnung, dass er dich zu dem führt, wonach Du suchst.

BEN: Nein, John, mir gefält es überhaupt nicht.

LOCKE: Nun, jetzt weißt Du, wie es für mich war.

SUN: Wir sollten weitergehen.

LOCKE: Ja, sollten wir.

BEN: Ich glaube, ich weiß jetzt, wo wir hingehen, John.

LOCKE: Tust Du das?

BEN: Es ist der gleiche Ort, an den ich als Kind gebracht wurde. Dort hat die Insel mich geheilt.

LOCKE: Nun... hoffen wir, dass sie dieses mal wieder so großzügig ist.

[Die Gruppe erreicht die Tempelanlagen.]

SUN: Was ist das?

BEN: Es ist die Mauer um den Tempel.

SUN: Welcher Tempel?

BEN: Etwa eine halbe Meile von hier. Wir haben diese Mauer gebaut, um Leute wie euch beide davon abzuhalten, ihn zu sehen.

[Locke bleibt an dem Loch stehen, in das Montand hereingezogen wurde.]

LOCKE: Wir gehen nicht in euren Tempel, Ben. Wir gehen darunter. Nach dir.

BEN (zu Sun): Ich muss dich um einen Gefallen bitte, Sun. Wenn Du diese Insel jemals verlassen kannst, finde Desmond Hume für mich. Sag ihm, dass es mir leid tut.

SUN: Weshalb denn?

BEN: Er wird es wissen.

RückblendeBearbeiten

[Schnitt zu Ben, der am Hafen seine Pistole zieht und auf das Boot von Desmond und Penelope zugeht. Dabei passiert er einen Mann, der etwas aus dem Kofferraum eines Autos holt. Dabei handelt es sich um Desmond, der Ben bemerkt.]

DESMOND: Hey! Was machst Du hier?

[Ben schießt auf Desmond, der daraufhin zu Boden fällt.]

PENELOPE: Desmond! Desmond! Des?!

BEN: Keine Bewegung. Kein Wort. Hallo Penelope. Mein Name ist Benjamin Linus. Es tut mir leid, dass Du hier hereingeraten bist, aber dein Vater--

PENELOPE: Mein Vater und ich haben überhaupt nichts miteinander zu tun, also--

BEN: Dein Vater ist ein wirklich schreckliches menschliches Wesen. Er ist verantwortlich für den Mord an meiner Tochter. Deshalb bin ich hier.

[Charlie Hume kommt plötzlich an Deck.]

CHARLIE: Mami!

PENELOPE: Charlie, geh wieder rein, Baby. Geh zurück. (zu Ben) Bitte. Bitte, was auch immer Du machst, tu meinem Sohn nichts. Bitte tu meinem Sohn nichts.

CHARLIE: Mami? Mami?

PENELOPE: Charlie, geh wieder rein!

[Desmond kommt von hinten angelaufen und wirft Ben um. Dann prügelt er auf ihn ein und wirft ihn ins Wasser.]

Inselabschnitt (2007)Bearbeiten

[Schnitt zu Lapidus, der gerade auf die Hydra-Insel zuürckkehrt. Ein Mann kommt zu ihm.]

MANN: Captain Lapidus! Captain Lapidus! Sie sind zurück! Dem Himmel sei Dank. Sie haben Waffen gefunden?

LAPIDUS: Was sagst Du da? Wer hat Waffen gefunden?

MANN: Ilana und drei andere. Sie meinen, dass sie jetzt das Sagen haben.

LAPIDUS: Wo sind sie?

[Schnitt zu Ilana, die an der großen Kiste steht und ein Gewehr lädt. Lapidus kommt dazu.]

LAPIDUS: Was geht hier vor?

ILANA: Was liegt im Schatten der Statue?

LAPIDUS: Was?

ILANA: Beantworte die Frage! Was liegt im Schatten der Statue?

LAPIDUS: Ich habe keine Ahnung, wovon--

[Ilana schlägt Lapidus mit ihrem Gewehr und er fällt zu Boden.]

ILANA (zu einem der anderen Männer): Hol alle anderen. Sag ihnen, dass es Zeit ist. Und fesselt ihn. Er kommt mit uns.

[Schnitt zu Ben und Locke, die mit Fackeln durch die Höhle unter dem Tempel gehen.

BEN: Weißt Du, Du hattest Recht.

LOCKE: Womit?

BEN: Warum ich gerichtet werden muss. Als Charles Widmores Leute gekommen sind, haben sie mir eine Wahl gegeben. Entweder sollte ich die Insel verlassen oder meine Tochter sterben lassen. Ich hätte nur das Haus verlassen und mit ihnen gehen müssen. Aber ich habe es nicht getan. Also hattest Du Recht. John, ich habe Alex getötet. Und jetzt muss ich mich dafür verantworten. Ich danke dir, dass Du mir den Weg gezeigt hast, aber ich denke, von hier an schaffe ich es auch so.

LOCKE: Du hast es verstanden.

BEN: Ich werde dich draußen treffen, wenn ich lebe--Aah!

[Eine Steinplatte unter Ben bricht und Ben fällt ein Stockwerk tiefer.]

LOCKE: Ben! Geht es dir gut?

BEN: Nie besser.

LOCKE: Halt durch. Ich werde etwas finden, um dich da rauszuholen.

BEN: John, warte!

[Ben geht weiter und betritt eine Kammer mit mehreren Säulen. Er bleibt vor einem Gitter stehen und seine Fackel geht aus. Kurz darauf strömt das Monster aus dem Gitter und umgibt Ben. Im Rauch sind verschiedene Teile von Bens Vergangenheit zu sehen.]

BEN: Du hast mir nicht gesagt, dass sie ein Kind hat. Was hätte ich tun sollen?

WIDMORE: Töte es.

BEN: Es ist kein „es“. Das ist ein Kind.

ALEX: Höher! Nochmal, Daddy! Nochmal! Höher! Höher, Daddy!

ALEX: Ich hasse dich! Ich hasse dich so sehr! Ich wünschte, Du wärst tot.

ALEX: Diese Leute--Du sagtest, sie sind gefährlich. Gefährlicher als Du?

ALEX: Dad, sie meinen es ernst. Sie haben Karl und meine Mutter getötet. Bitte, Dad. Hilf mir!

BEN: Sie ist nicht meine Tochter. Sie bedeutet mir nichts. Also wenn Du sie töten willst, dann--

[Das Monster zieht sich zurück in das Gitter und Bens Fackel geht wieder an. Plötzlich steht Alex im Raum.]

ALEX: Daddy?

BEN: Alex.

ALEX: Hi Dad.

BEN: Ohh Alex. Es tut mir so leid. Es war alles meine Schuld.

ALEX: Ich weiß.

[Alex stößt Ben gegen eine Säule.]

ALEX: Hör mir zu, Du Bastard! Ich weiß, dass Du schon wieder planst, John wieder zu töten und ich will, dass Du weißt, dass ich dich jagen und zerstören werde, wenn Du ihn auch nur anfasst. Du wirst dir jedes Wort anhören, das John Locke sagt und Du wirst jedem seiner Befehle folgen. Hast Du das verstanden?

[Ben nickt.]

ALEX: Sag es! Sag, dass Du ihm folgen wirst.

BEN: Ja, werde ich. Ich werde ihm folgen. Ich schwöre es.

[Alex geht etwas zurück und als Ben die Augen öffnet, ist sie verschwunden. Er geht zurück zu der Stelle, an der er durch den Boden gebrochen ist.]

LOCKE: Ben? Ben! Ben?

LOCKE: Was ist passiert?

BEN: Es hat mich leben lassen.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-NC-ND-Lizenz , sofern nicht anders angegeben.